Amma mit Indiens Präsident Kalam
  Aktuelles aus Indien
 
Über Amma | Karitative Projekte | Tourdaten | Aktivitäten | Kontakt | e-Services / aktiv werden 
  Home Rubrikpfeil Updates Rubrikpfeil Aktuelles aus Indien Rubrikpfeil Eine Lehre in der Neujahrsnacht
 
 
 

Neujahr mit Tränen –
Eine Lehre in der Neujahrsnacht

1. Januar 2008, Amritapuri

Als Amma ihre Link Neujahrsansprache hielt, begann sie unerwartet von einer Familie zu sprechen, die am Tage zuvor zum Darshan gekommen war:

"Eine 4-köpfige Familie kam zum Darshan. Der Vater, ein Rickschafahrer, war seit kurzem durch einen Schlaganfall gelähmt. Er konnte sich nicht mehr um sich selbst kümmern, geschweige denn um seine Familie. Die Ehefrau hatte angefangen in verschiedenen Haushalten zu arbeiten, um für den Ehemann und die Kinder zu sorgen. Aber nun war auch sie erkrankt und unfähig ihre Arbeit fortzuführen. Sie hatten verschiedenste Kredite aufgenommen und waren außer Stande, diese zurückzuzahlen. Auch um Amma zu besuchen hatten sie sich Geld leihen müssen.

Als die Familie zu Amma zum Darshan kam, fragte Amma den Ehemann nach seinem Befinden. Der Mann versuchte Amma von seinen Sorgen zu berichten. Jedoch immer wenn er dazu ansetzte und seinen Mund öffnete, wurde er von seinen Emotionen überwältigt. Alles was er tun konnte, um sich auszudrücken, war zu weinen."

An diesem Punkt hörte Amma auf zu reden. Sie nahm ein kleines Tuch, das auf ihrem Stuhl lag, führte es zum Gesicht und bedeckte damit ihre Augen. Dort hielt sie es für einige Zeit. Alle anderen um sie herum wurden ganz leise und die Zeit schien still zu stehen. Dann nahm Amma das Tuch wieder fort, um ihre Erzählung weiterzuführen. Aber die Tränen waren einfach zu stark. So wie der Mann am Tag zuvor, konnte Amma nur weinen, um ihrem Herzen Ausdruck zu verschaffen.

Mitgefühl ist für Amma nicht nur reine Rhetorik, keine Blume, mit der sie gelegentlich ihre Worte schmückt. Es ist ihr Atem selbst. Vom Standpunkt ihres höchsten Wissens aus, könnte sie die Begebenheiten dieser Welt als reine Illusion betrachten. Und wenn es um ihre eigenen Bedürfnisse geht, nach Essen, nach Ruhe, um ihre körperlichen Schmerzen, die sie erfährt, dann sieht Amma diese Bedürfnisse als Illusion, als nicht real. Aber sobald es um die Leiden der Menschen auf der Welt geht, dann begibt sich Amma auf ihre Ebene, um die Menschen zu umarmen, ihre Tränen abzuwischen, um ihnen Liebe und Mitgefühl zu zeigen.

Ammas Leben selbst ist ihre größte Lehre und ihre Tränen sind ein Teil davon. Rama weinte, als Ravana Sita entführte, Krishna als er endlich Sudama wieder sah, Jesus weinte an Lazarus' Grabstätte und Buddha weinte um einen winzigen Vogel. Ebenso sind Ammas Tränen Zeugnis der grenzenlosen Liebe und des universellen Mitgefühls eines wahren Mahatmas. Amma selbst sagt dazu: "Gefühle und Emotionen auszudrücken und sie ehrlich mitzuteilen, ohne etwas zurückzuhalten, dies erhöht nur die spirituelle Größe und die Herrlichkeit eines erleuchteten Wesens. Es wäre falsch, dies als Schwäche zu deuten. Im Gegenteil, es sollte als zutiefst menschlicher Ausdruck ihres Mitgefühls und ihrer Liebe gesehen werden. Wie anders könnten normale Menschen ihre Liebe und ihre Anteilnahme verstehen?"

Ammas Absicht ist es, die Menschheit zurück zu Güte, Rechtschaffenheit, Liebe, Mitgefühl und Freundlichkeit zu führen, zurück zu einer Kultur des Herzens. Wie diese Veränderung vor sich gehen soll? Amma gibt die Antwort in Form eines Sutras: "Seid mitfühlend."

Amma fuhr dann in ihrer Neujahrsrede fort: "Wir denken normalerweise an unsere eigene Bequemlichkeit. Aber während wir die Annehmlichkeiten des Lebens genießen, sollten wir kurz innehalten und an die Tausende von Menschen in der Welt denken, die leiden. Wenn wir Menschen wie diesen Mann sehen, sollten wir die Hand zu ihnen ausstrecken und ihnen helfen. Sogar ein Lächeln und ein freundliches Wort wird ihnen schon Trost schenken. Die eigenen Bequemlichkeiten zurückzuschrauben und mit dem so ersparten Geld einer Familie wie dieser zu helfen, das ist eine wahre Verehrung Gottes. Momente wie diese sollten als Erinnerung dienen, absolutes shraddha (Bewusstsein) dafür zu haben, nichts zu verschwenden."

Amma beendete ihre Neujahrsansprache mit einem Gebet: "O Paramatman, höchstes Bewusstsein, möge es dieses Jahr keine Kriege, keine Gewalt oder Naturkatastrophen geben. Möge es keinen Tod durch Verhungern oder Mangel an medizinischer Versorgung geben. Möge es keine Kinder geben, die wegen ihrer Armut ihre Ausbildung nicht zu Ende führen können. Möge die Musik des Friedens und der Harmonie allerorten zu hören sein. Genauso wie wir unsere Häuser mit Lichtern schmücken, mögen unsere Herzen das ganze Jahr über erleuchtet bleiben mit Liebe und Mitgefühl."

siehe auch: Link Auszüge aus Ammas Neujahrsansprache


Quelle: www.amritapuri.org

   

 © Oliver Gießbach Impressum | Haftungsausschluss | Nutzungsbedingungen | Hilfe | FAQ | SiteMap Update: 07.01.2008 Seitenanfang

Home | Über Amma | Karitative Projekte | Tourdaten | Aktivitäten im deutschen Sprachraum | Meditationskurse | Satsanggruppen | Amma-Zentrum in Deutschland | Zentrum in Indien | Verein Amrita e.V. | Amma's Youth | GreenFriends | e-Services | Newsletter | Kontakt | Forum | Tourbörse | Amma-Shop | Updates

Amma.de / Amma.ch / Amma-Austria.at - Sri Mata Amritanandamayis offizielle deutschsprachige Homepage

Quelle: Amma.de - die Welt umarmen | http://www.amma.de | © Verein Amrita e.V.