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"Die Verwirklichung des unsterblichen Ichs"
"Bitte segne uns damit, das unsterbliche Höhere Selbst in uns zu erkennen"
24. Dezember 2007, Amritapuri
An Feiertagen wie Weihnachten und Krishna Jayanti (Krishnas Geburtstag) erinnert Amma oft daran, dass die wirkliche Geburt von Christus oder Krishna in unseren Herzen stattfinden muss und dass den Geburtstag eines Mahatmas zu feiern in Wahrheit heißt, seine oder ihre Lehren in die Tat umzusetzen.
Dies war auch der Schwerpunkt des diesjährigen Amritapuri Weihnachts-Theaterstückes, welches von einer Gruppe westlicher Ashrambewohner aufgeführt wurde.
Mittelpunkt der Handlung waren drei amerikanische Jugendliche, die auszogen, den "neuen Messias" zu finden. Etliche Zeichen und Hinweise führten sie schließlich nach Amritapuri. Hier fragten sie Amma, ob sie diejenige sei, nach der sie suchten. Amma erklärte ihnen darauf, dass unsere wahre Natur göttlicher Art sei und dass Gott in uns selbst gefunden werden müsse.
Das Stück war voll von Musik und Witzen, einschließlich einer wilden indischen Taxifahrt, während deren der Taxifahrer den spirituellen Touristen rät: "Macht euch keine Sorgen. Wenn ihr euch sorgt, dann muss ich mich auch sorgen."
Als das Stück beendet war, sprach Amma über die Bedeutung von Weihnachten und anderer solcher Feiertage. Amma sagte: "Wenn wir 80 Jahre alt werden, feiern wir 80mal Weihnachten, 80mal Krishnas Geburtstag, 80mal das muslimische Idfest. Wir feiern ebenso 80mal unseren eigenen Geburtstag. Doch bei unserem Geburtstag erinnern wir uns nicht daran, dass wir gleichzeitig unserem Todestag immer ein Stückchen näher rücken. Entscheidender aber noch, wir vergessen die Tatsache, dass wir vor dem unausweichlichen Herannahen unseres Todestages Atma jnana erlangen müssen, das Wissen um das eigene höhere Selbst. Wenn wir die Geburtstage von großen Seelen wie Christus, Krishna und Mohammed feiern, dann sollten wir ein Gebet dabei niemals vergessen: Bitte segne uns damit, das unsterbliche Selbst in uns zu verwirklichen. Dieses Gebet sollte ein wesentlicher Bestandteil unseres spirituellen Lebens sein. Amma möchte, dass ihre Kinder dieses Gebet niemals vergessen, während sie feiern."
Amma sprach auch von der Liebe, die die Jünger Jesus gegenüber empfanden und wie außerordentlich wichtig das Band zwischen dem Guru und seinem Schüler für den spirituellen Fortschritt ist. "Vor dem Guru mag der Suchende die Haltung eines Schülers, eines Verehrers, oder eines Kindes haben. Wie immer diese Haltung auch sein mag, um spirituellen Fortschritt zu erzielen, muss eine Liebe entstehen, die aus einer Bindung zu der äußeren Form des Gurus erwächst. Diese Hingabe sollte sich auf die wesentlichen Grundsätze der Spiritualität stützen. Wir bekommen eine direkte, fühlbare Erfahrung dieser Prinzipien durch den physischen Körper des Gurus. Aus diesem Grunde ist die physische Form des Gurus so immens wichtig."
Amma beendete ihren Satsang mit der Erinnerung daran, dass, ungeachtet des Weges, den man wählt, die Erfahrung von Selbst-Verwirklichung ein und dieselbe ist.
"Sri Krishna, Sri Buddha, Jesus Christus und alle anderen, die Selbstverwirklichung erlangt haben, alle hatten die gleiche innere Erfahrung. Es gibt keinen Unterschied, weil die Wahrheit, die letztendliche Wirklichkeit, eins ist."
Als es 5 Minuten vor Mitternacht war, begann Amma mit allen Anwesenden bis zur vollen Stunde das Friedensmantra "Om Lokaah Samastaah Sukhino Bhavantu" zu singen.
Der Abend endete damit, dass Amma Prasad in Form eines Schokoladenkuchens servierte, der, natürlich, vom Weihnachtsmann geliefert worden war...
Quelle: www.amritapuri.org
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